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Schulfach Okkultismus:

In Hannovers Schulen ist der Teufel los

Mathias von Gerdorff

"In den Pausen huschen Jungen und Mädchen auf die Toiletten und hocken sich gespannt um ein Klo, auf dessen Decken sie mit Hilfe eines Pendels die Geister beschwören." Das schrieb die "Frankfurter Rundschau" am 25. März 1989. Der Okkultismus-Boom unter Jugendlichen machte immer wieder Schlagzeilen und wurde sogar im Bundestag behandelt. Den Schreckensmeldungen folgten die Warnungen der Sektenexperten, die schlimme Folgen für Kinder und Jugendliche befürchteten.

Doch niemand hat damals geahnt, daß die Okkultismuswelle Eingang in die Lehrpläne der Schulen finden könnte. Mit dem Segen der Obrigkeit werden heute in Hannover die abstrusesten Praktiken in den Klassenzimmern durchgeführt. Aber im Gegensatz zum Jugendokkultismus der 80er Jahre wird der Skandal totgeschwiegen. Sollen nun auch Okkultismus und Satanismus den Schutz der Political Correctness genießen?

Jedenfalls stehen die christlichen Eltern ziemlich verlassen da, wenn es um die Verteidigung ihrer Erziehungsrechte geht. Etliche haben ihre Kinder vom Schulunterricht ferngehalten und sich auf religiöse Gründe berufen. Von Glaubensfreiheit will aber die Kreisverwaltung Hannover nichts wissen. Wenn ein Kind auch nur eine einzige Stunde versäumt, müssen die Eltern 1.000 DM Strafe zahlen.

Seitdem versuchen die Christen in Hannover und Umgebung sich selbst ihr Recht zu erkämpfen. Durch Informationsveranstaltungen möchten sie über den Zuständen in den Schulen aufklären: "Nur weil diese Entwicklung in den Schulen kaum an die Öffentlichkeit kommt, können sich Lehrer und Schulleitung diesen Skandal leisten".

Ganz die Hoffnung haben sie noch nicht verloren, auf rechtlichen Weg die Dinge zum Besseren zu wenden. Durch eine Petition eines christlichen Vereins an den Niedersächsischen Landtag soll erwirkt werden, daß "Fernöstliche und esoterische Entspannungsübungen und Meditationshilfen wie Mandala malen und ausmalen, Traum- und Fantasiereisen" aus dem Unterricht verschwinden oder daß zumindest die Kinder nicht gezwungen werden sollen, an den Praktiken teilzunehmen. Horst Kirschner, Leiter der Initiative an den Landtag ist empört: "Warum wird nicht eine Grundlage des Christentums, das Gebet, an den Schulen praktiziert" und statt dessen Okkultismus und fernöstliche Religionen eingeführt?

Yoga, Qi Gong, Tai Chi, Pendel, Gläserrücken. All dies können die Schüler heute im Klassenzimmer lernen und praktizieren, warnt Professor Reinhard Frantzke, Dozent an der Erziehungs-wissenschaftlichen Fakultät der Universität Hannover. Unter der Tarnung von Stilleübungen und Fantasiereisen würden okkulte Praktiken unter den Schülern verbreitet.

Stilleübungen werden von den Kindern unter Anleitung einer Lehrerin durchgeführt. Hierdurch sollen die Beteiligten zu einem Trancezustand gelangen, in welchem sich das Kind vorstellen soll, daß es ein Tier, eine Blume oder eine Wolke sei oder träumen, daß es sich an einem anderen Ort befindet. Bei Fantasiereisen müssen sich die Kinder vorstellen, daß sie durch ein Loch, eine Höhle oder einen Spalt in eine andere Welt eindringen, in der sie in zauberhafter Form reisen sollen, zum Beispiel auf einem fliegenden Teppich. Schließlich soll man während diesen Praktiken mit imaginären Begleitern oder Helfern kommunizieren.

Stilleübungen und Fantasiereisen sind nichts neues. Die Magier und Hexen der Völker Nord- und Südamerikas, Afrikas und Australien, manchmal auch Schamanen genannt, benutzten solche Techniken bei ihren magischen Geheimlehren um Kontakt mit unsichtbaren Welten und Mächten zu haben.

Auch die fernöstlichen Religionen benutzen Stilleübungen und Fantasiereisen als religiöse Praktiken um sich aus dem Kreislauf der Widergeburten zu befreien. In Europa werden sie insbesondere in esoterischen und magischen Zirkeln, wie zum Beispiel die Hannoversche Hexenschule, verwendet.

Die Lehrer und die Schulleitungen wenden jede Kritik von sich ab und behaupten, daß diese Übungen moderne Unterrichtsmethoden sind: "Stilleübungen ermöglichen Sammlung, das Kennenlernen der Innenwelten, Basiserfahrungen mit sich und anderen, mit Raum und Zeit", berichtet die Lehrerzeitung "Schulintern".

Wichtigster Ausbilder für Lehrer ist das "Niedersächsische Landesinstitut für Fortbildung und Weiterbildung im Schulwesen und Medienpädagogik" (NLI). Durch Seminare in Sinnes- und Körperübungen, Phantasiereisen und meditative Tänze sollen die Lehrer den Schulkindern zeigen, wie man zusichfindet und Selbstbewußtsein erlangt, so die Einladungen zu den mehrtägigen Kursen.

Während aber selbst die Schamanen auf die ungeheuren Gefahren wie psychologische Störungen oder Horrorvisionen wegen diesen Übungen verweisen, werden sie von den hiesigen Pädagogen verharmlost: Kinder sollen "tranzendentale" oder "geistlich-religiöse" Erfahrungen machen und tiefe Bewußtseinsebenen erreichen.

Es dauerte nicht lange, bis Kinder, die an solchen Schulsitzungen teilnahmen, sich über traumatische Erlebnisse beklagten: "Meist verfange ich mich in überirdisch gespannten Stromleitungen und werde von abstoßenden Menschen, Außerirdischen oder Ähnlichem gefangen. Einmal sollte mich ein guter Bekannter verbrennen. ... In einem Traum griff mich ein Dämon an, er wollte entweder Besitz von mir ergreifen oder mich töten". So lautet ein Bericht eines 15jähriges Mädchen in der Studie "Stilleübungen und Fantasiereiesen" von Professor Frantzke.

Weitere Folgen dieser Seancen sind Alpträume, Verwirrtheit, Unruhe, Tinnitus bis hin zu Selbstmordgedanken.

Kein Wunder, wenn sich viele Kinder vor diesen Übungen in den Schulen drücken: "In der achten Klasse verlangte unsere Religionslehrerin, daß wir unsere Augen schließen und an irgend etwas Schönes oder auch an gar nichts denken sollten, um zur Ruhe zu kommen. Wenn sie nicht schaute, ob wir es auch wirklich taten, ließ ich meine Augen bewußt offen. Dann schloß ich sie schnell falls sie schaute, um sie kurz später doch wieder zu öffnen."

Ob der stille Protest auf Dauer reichen wird, ist allerdings mehr als fraglich. Nur die Alarmierung der Öffentlichkeit kann etwas bewirken. Denn die Schulverwaltung ist entschlossen, mit brutalen Maßnahmen gegen die Gegner der Stilleübungen und Fantasiereisen vorzugehen. So hat sie eine Mitteilung an sämtliche Schulen des Landkreises und der Stadt Hannover erlassen, in der die namentliche Anzeige jeder Person befohlen wird, die gegen diese Übungen protestiert. Auch wenn sie ihre Kinder daran teilnehmen läßt!

Unter diesen Bedingungen ist es nicht erstaunlich, daß nur eine Minderheit von Eltern gegen die Schulobrigkeit ankämpft, ohne dabei mit viel Verständnis seitens der anderen Eltern rechnen zu können. Sich öffentlich zum Christentum zu bekennen gilt mehr und mehr in unserer säkularisierten Gesellschaft als "fundamentalistisch" und führt zur Isolierung. Mit dem Strom zu schwimmen scheint dann für die Meisten doch die bessere Alternative.

Dennoch ist noch nicht alles verloren. Der öffentliche Wirbel, den die Eltern in Niedersachsen erzeugt haben, zeigt, daß üble Machen-schaften das Licht fürchten. Mut, Kampfgeist und Ausdauer haben sich in der Geschichte des Christentums immer ausgezahlt.

 

 
Stoppt endlich Bravo!

Bundesweite Protestaktion von
"Kinder in Gefahr" gegen die sog. Jugendzeitschrift Bravo.

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