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Die Katastrophe der Sexualaufklärung in Deutschland

Von Pater Lothar Groppe S.J.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 12. September berichtete, steigt die Zahl minderjähriger Mütter. Dies ist gewiß keine Überraschung, weiß man doch seit langem, daß unsere Kinder und Jugendliche seit Jahrzehnten systematisch verführt werden. Die meistgelesene Jugendzeitschrift "Bravo" bemüht sich seit Jahr und Tag, Kinder und Jugendliche mit allen möglichen sexuellen Handlungen vertraut zu machen. "Dr. Korff eure intimsten Fragen", wie es jahrelang hieß. Inzwischen ist ihm das "Dr. Sommer-Team" gefolgt.

"Sex zu haben gehört für junge Mädchen heute genauso selbstverständlich zum Leben wie das Handy in der Tasche", sagte Gisela Gille von der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau. Seit 1998 stieg die Zahl minderjähriger Mütter bis 2000 um 45 Prozent. Mehr als 7000 minderjähriger Mädchen brachten 2000 ein Kind zur Welt. Als Ursache für diese besorgniserregende Entwicklung nannte Frau Gille die sehr frühe Geschlechtsreife und unzureichende Aufklärung. Ersteres ist zweifelsohne zutreffend, aber mangelnde Aufklärung kann sicherlich nicht als Begründung herhalten. So blauäugig dürfte kein Erwachsener sein.

Der "Stern", der sicher nicht zu den engstirnigen Publikationsorganen zählt, brachte bereits am 27.5.1993 einen Artikel "Über die Leiden der Eltern, die von ihren Kindern aufgeklärt werden."

Zumindest jeder Erwachsene weiß, daß schon unsere Schulkinder weit mehr "aufgeklärt" sind als ihre Großeltern zur Zeit der Eheschließung.

Einer unserer führenden Sexologen, H.I. Grimm, der für die Sexualkunderichtlinien im damals roten Hessen verantwortlich war, schrieb ungeniert: "Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen und den Autoritätsgehorsam einschließlich der Kinderliebe zu den Eltern zu beseitigen."

1998 wurde in Dachau das erste Sex-Telefon installiert. Bereits in den ersten sechs Monaten wurden 6500 Anrufe registriert. 60 % der Jungen und 40 % der Mädchen erkundigten sich nach Pille, Kondomen und samenabtötenden Scheidenzäpfchen.

Leider haben unsere Jugendministerien seit Jahrzehnten in erschreckender Weise versagt. Während es im Handbuch für Feldprediger aus dem Jahr 1710 hieß: "Die Laster solle er strafen, doch so, daß er sie nicht lehre", scheinen unsere ministeriellen Sexologen der Meinung zu sein, Kindern und Jugendlichen nur ja kein Detail der sexuellen Möglichkeiten vorenthalten zu sollen. Im Dezember 1979 erschien das Heft "Mußehen muß es nicht geben." Es ist für noch sehr junge Jugendliche gedacht, wie schon der Untertitel andeutet: "Was Mädchen und Jungen wissen möchten, die sich zu jung für ein Baby fühlen." Die Quintessenz dieser Broschüre lautet: "Probiert alles aus, aber paßt auf!"

In den folgenden Jahren wurde die "Aufklärung" immer unverschämter und skrupelloser. Die frühere Ministerin für Jugend - vom Volksmund bezeichnenderweise als "Rita Kondomi" apostrophiert - bediente sich bei ihrer "Aufklärung" über Sex staatlich subventionierter Erfüllungshilfen, deren Slogans ausgesprochen pervers und dem Rotlichtmilieu entnommen sind: "Laß deiner Phantasie freien Lauf: Setze alles in die Tat um, worauf du scharf bist" Entdecke deine Geilheit!"

1994 veröffentlichte die Landeszentrale für Gesundheitserziehung in Rheinland Pfalz das Sex-Heft: "Let´s talk about sex." In ihm geht es darum, Kinder und Jugendliche zum lustvollen Ausleben ihrer Sexualität zu ermuntern: "Macht das, was Euch Spaß macht, dann, wann ihr wollt, Euer Gefühl zählt."

1995 gab die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung das Heft "Starke Mädchen" für 12 - 16jährige heraus, das Moral und Menschenwürde endgültig den Laufpaß gibt. Die Mädchen werden aufgefordert, sich zügellosem Sex hinzugeben. Alles, was Spaß macht, ist für die Autoren "normal": "Normal sind alle sexuellen Beziehungen zwischen Frau und Mann, Frau und Frau, Mann und Mann, in denen ... die PartnerInnen freiwillig und gleichberechtigt über Sex entscheiden. Die sexuellen Techniken sind dann unerheblich. Denn Sex ist Deine Privatsache." Natürlich kann auch einmal etwas schief gehen. Dann wird ein Schwangerschaftstest empfohlen, denn "nur, wenn Du Bescheid weißt, hast Du eine echte Wahl, ob Du das Baby bekommen oder die Schwangerschaft unterbrechen willst."

Hier wird die Verantwortungslosigkeit auf die Spitze getrieben. Eine Abtreibung so, wie man überlegt, ob man in die Disco oder auf eine Party geht? Die Entscheidung für das Kind ist mit zahlreichen Problemen behaftet, die Tötung eines Kindes dagegen kein Grund für Bedenken oder Selbstvorwürfe.

Anstatt unsere Kinder und Jugendlichen zum hemmungslosen Ausleben ihrer Sexualität zu ermuntern, sollte man einen Blick auf Experimente in den USA werfen. Dort wird ein Abstinenz-Unterricht immer populärer. Je 20 Stunden dauern die Kurse Maureen Durans für Mittel- und Oberschüler im Alter von 12 und 18 Jahren. Nach Angaben des "Abstinence Clearinghouse" im Staat South Dakota gibt es zu diesem Thema inzwischen 5000 Bildungsprogramme im Vergleich zu 700 vor 5 Jahren. Der Unterricht wird in den USA jährlich mit 87,5 Millionen US$ gefördert.

Die amerikanischen Versuche dürften sicher nicht von hundertprozentigem Erfolg gekrönt sein, sind aber für Gläubige wie Nichtgläubige nachvollziehbar und zeigen das Bemühen, Kindern und Jugendlichen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Sexualität verhelfen.

 

 
Stoppt endlich Bravo!

Bundesweite Protestaktion von
"Kinder in Gefahr" gegen die sog. Jugendzeitschrift Bravo.

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