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Werbung:
Blasphemie, Pornographie und Vulgarität

Medien, Politiker, Justiz: Alle huldigen der Werbung

Mathias von Gersdorff

Was man sich derzeit als einfacher "Umworbener" alles von der Werbebranche bieten lassen muß, ist skandalös. Ununterbrochen wird das Straßenbild, werden die Fernsehbildschirme, die Zeitungen und die Zeitschriften mit den ungeheuerlichsten Blasphemien und pornographischen Abbildungen beschmutzt. Noch nie wurde in einer so skrupellosen Art und Weise die Umwelt mit so viel Unmoral bombardiert. Der normale Bürger, der sich in der Regel nicht dagegen wehren und verteidigen kann, resigniert irgendwann und meint, das sei halt heute so. Diese Haltung ist absolut falsch, denn Eigentümer der Öffentlichkeit sind weder die Werbebranche und die Medien, sondern die Bürger, die, wenn sie sich gegen diese unverschämte Art und Weise der Werbewirtschaft zur Wehr setzen, durchaus große Erfolge verzeichnen können - auch ohne Hilfe der meisten Politiker, die, wie immer, vor der Werbung und den Medien insbesondere, wie Espenlaub zittern.

Aber zunächst ist es interessant, zu analysieren, was hinter der Schmutzkampagne der Werbebranche steckt.

Blasphemie, Pornographie und Vulgarität: Damit möchten viele Werbeleute Tabus brechen und die Öffentlichkeit provozieren. Daß dahinter ein ideologisches Ziel steckt, ist offensichtlich: Viele Menschen haben heute nicht die Kraft, sich gegen die allgemeinen Tendenzen zu stemmen und wollen mit dem Strom schwimmen. Und dies bedeutet Religionsfeindlichkeit, die sich durch Blasphemie ausdrückt, Pornographie und eben Vulgarität. Die Werbeindustrie vermarktet einen Lebensstil, in dem immanent eine Ideologie steckt und erhofft so Identifikationspunkte für die Verbraucher zu schaffen.

Medien sind von der Werbung abhängig

Die Medien machen dieses Spiel mit, denn sie sind rein finanziell eher von der Werbung abhängig, als etwa von den Abonnenten. Eine Zeitung oder eine Zeitschrift ohne Werbung ist kaum in der Lage, zu überleben. Durch diese banale Tatsache läßt sich erklären, warum die Medien, die zu jeder nur erdenklichen Angelegenheit ihre Meinung kundtun wollen, so gut wie nie gegen eine bestimmte Werbung protestieren. Es wäre allerdings verkürzt, zu behaupten, daß die Medien gegen Werbungen nur aus finanziellen Gründen nicht protestieren wollen. Die meisten Medien wollen nicht etwas angreifen, das mit dem Zeitgeist weht und dulden deshalb ohne weiteres Werbungen mit Blasphemie, Pornographie und Vulgarität. Ein Publizist oder ein Journalist, der gegen Blasphemie ist, gilt als rückwärtsgewandt, hat Scheuklappen, ist verklemmt usw. Alles Attribute, die sich nach dem heutigen Standard ein Medienmann nicht leisten kann. Konsequenz: Blasphemie und Pornographie werden geduldet. Religiosität und sexuelle Zurückhaltung werden im besten Fall mit Mißtrauen gesehen. Etwa nach dem Spruch von Diderot „Ist man mit den Verrückten verrückt, so hat man weniger Unannehmlichkeiten , als wenn man ganz allein vernünftig ist.“

Politiker halten sich heraus

Da die meisten Politiker Marionetten der Medien sind, machen sie dieses Spiel mit. Wenn man sie auf diesen entsetzlichen Zustand aufmerksam macht, sagen sie: "Ja, das ist halt eben die Meinungsfreiheit." Meinungsfreiheit schön und gut. Aber darf sich jeder die Freiheit nehmen, die Religion zu verhöhnen, indem er Schwestern, Priester oder sakrale Gegenstände in unwürdigen Szenen abbildet? Oder darf sich jemand die Freiheit nehmen, gigantische Bilder mit Werbung für Unterwäsche in ganz Deutschland aufzustellen und damit die verheerende Wirkung auf die Kinder völlig außer acht läßt? In keiner Kultur wurde Freiheit zum Beleidigen, zum Verhöhnen und zur Kindesverführung geduldet, denn das ist keine Meinungsfreiheit, sondern Mißbrauch der Freiheit. Diese nimmt letztendlich die Freiheit, denn diejenigen, die an den Schalthebeln der Macht sitzen, werden es verhindern können, daß man sie verhöhnt und verspottet. Wer aber diese Macht nicht besitzt, muß die Verhöhnung dulden. Die Kirchen können in den seltensten Fällen erreichen, daß ein blasphemischer Film oder eine blasphemische Werbung abgesetzt werden.

In Deutschland liebt man das Wort "Güterabwägung". Diese Abwägung wird in sämtlichen Bereichen gemacht, insbesondere bei den Gerichten. Nur im Fall von Blasphemie und Pornographie gibt es keine Abwägung, sondern eine absolute Privilegierung einer falsch verstandenen Meinungsfreiheit.

Den Bürgern liegt die Macht in den Händen, zu entscheiden, was in der Öffentlichkeit geduldet und was nicht geduldet wird.

Diese absurde Situation braucht uns aber nicht zu entmutigen, denn wer letztendlich entscheidet, was in der Öffentlichkeit gezeigt werden kann und was nicht, sind weder die Medien, noch die Werbebranche und noch viel weniger die Politiker. Die Bürger haben die Macht in den Händen, zu entscheiden, was in der Öffentlichkeit geduldet und was nicht geduldet wird. Wir müssen aber aktiv werden und uns wehren, wenn uns etwas nicht paßt, wenn etwas blasphemisch ist oder wenn eine Werbung die Kinder verführen kann. Wesentlich ist das Aktivwerden und nicht einfach das Wegschauen und dadurch Skandalfälle zu ignorieren.

So ist es sinnvoll und effektiv (aus persönlicher Erfahrung), sich an die Firmen, für deren Produkte geworben wird, direkt zu wenden und zu protestieren. Man kann sich auch mit einer Beschwerde an den Deutschen Werberat (per Post: Deutscher Werberat, Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin, per Telefax: 030 / 59 00 99-722 oder per E-Mail: werberat@werberat.de) wenden. Diese Institution wird möglicherweise die Beschwerde ernst nehmen und bei der Firma protestieren. Dennoch hat der Werberat keinerlei Befugnis, eine Werbung abzusetzen und geht in der Regel auch nicht an die Öffentlichkeit, um die Absetzung einer Werbung durch öffentlichen Druck zu erreichen. Allerdings kommt es nicht selten vor, daß die werbenden Firmen bei einer Beschwerde des Werberates die Werbung absetzen. Die meisten Firmen möchten das Wohlwollen des Werberates bewahren.

"Kinder in Gefahr" wird aktiv werden

Am effektivsten ist es aber, die öffentliche Meinung zu mobilisieren. Wenn die werbenden Firmen merken, daß sich in der Gesellschaft eine Meinung gegen sie aufbaut, hören sie sehr schnell auf, polemische Werbeaktionen durchzuführen, um das eigene Image nicht nachhaltig zu zerstören.

An diesem Punkt muß die Aktion "Kinder in Gefahr" aktiv werden. Wir müssen die Stimmung in der Gesellschaft hin zu einer energischen Ablehnung von Blasphemie, Pornographie und Vulgarität verändern. So werden wir am besten für unsere Kinder eine anhaltend gesunde Atmosphäre schaffen.

 

 
Stoppt endlich Bravo!

Bundesweite Protestaktion von
"Kinder in Gefahr" gegen die sog. Jugendzeitschrift Bravo.

Nehmen Sie an dieser Aktion teil


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