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Nur eine moralische Wende kann die Jugendgewalt eindämmen
 
Bloß mit höheren Strafen ist die Jugendgewalt nicht in den Griff zu kriegen.
Mathias v. Gersdorff

Die SPD in Hessen hat angesichts der Landtagswahlen am 27. Januar eine Unterschriftensammlung für die Einführung von Mindestlöhnen begonnen, um ihre Wähler zu mobilisieren. Im wesentlichen kopiert die SPD das Erfolgsrezept des amtierenden Ministerpräsidenten Roland Koch, der 1999 mit einer Unterschriftensammlung gegen den sog. Doppelpaß – eines der wichtigsten Projekte der damals frisch gewählten Rot-grünen Koalition – die Landtagswahl gewonnen hat. Dank der Unterschriftensammlung hat Koch die gesamte Aufmerksamkeit auf sich gezogen und die potentiellen Wähler mobilisiert. Nun versucht Andrea Ypsilanti das gleiche zu machen.

Koch konnte sich nicht die Show stehlen lassen und reagierte sofort auf die SPD-Unterschriftensammlung, indem er härtere Strafen für jugendliche Gewalttäter und, im Falle von ausländischen Kriminellen, eine schnellere Abschiebung forderte. Konkreter Anlaß waren die Angriffe von ausländischen Jugendlichen in Münchner U-Bahnen. Nachdem es auch noch einen ähnlichen Fall in Frankfurt gab, beherrschen Kochs Forderungen die Schlagzeilen und von der Unterschriftenkampagne ist kaum noch die Rede. Die SPD reagiert wütend mit immer heftigeren Attacken nicht nur gegen Koch, sondern gegen die gesamte CDU, inklusive Angela Merkel. Dadurch hat die Landtagswahl in Hessen eine Schärfe und eine bundesweite Aufmerksamkeit erreicht, die ungewöhnlich ist.

Läßt man die wahltaktischen Überlegungen einmal beiseite, so lohnt es, sich trotzdem Gedanken zu machen über das Phänomen Jugendgewalt. Dieses Problem besteht schon wesentlich länger als die Münchener Vorfälle. Studien und Statistiken zeigen, daß die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen insgesamt steigt. Manche Statistiken weisen zwar in den letzten Jahren auf eine sinkende Tendenz hinsichtlich der Anzahl von Gewaltakte, doch die Brutalität nimmt zu und darüber herrscht Konsens.

Roland Koch und mit ihm die CDU fordern höhere Strafen, einen einfacheren und schnelleren Weg, die Straftäter zu bestrafen oder gar abzuschieben und gegebenenfalls das Erwachsenenrecht anzuwenden. Die SPD behauptet, daß keine neuen oder veränderten Gesetze notwendig sind, man muß die existierenden nur anwenden.

Höhere Strafen sind wahrscheinlich notwendig, denn vieles deutet darauf hin, daß die gewaltbereiten Jugendlichen das deutsche Rechtssystem gar nicht ernst nehmen. Die große Toleranz und der übertriebene Liberalismus haben diese gewaltbereiten Jugendlichen schlichtweg verzogen und im Grunde genommen desorientiert. Allein die Tatsache, daß sie alte und schwache Menschen angreifen, zeigt, daß kaum ein Verständnis für das westeuropäische Wertesystem vorhanden ist. Hinzu kommt, daß alle Tatverdächtigen der letzten Fälle in München und Frankfurt vorbestraft sind, sie sind also Wiederholungstäter, die sich durch die Warnungen aus der Justiz kaum beeindrucken lassen.

Werden höhere Strafen aber ausreichen, um die Gewaltbereitschaft zu senken? Wohl kaum, denn wir haben es auch mit einem kulturellen Problem zu tun. Gewalttätige Jungendliche entstammen vor allem aus dem sogenannten gesellschaftlichen „Prekariat“. Dieses Wort ist vor wenigen Jahren entstanden, nachdem eine Studie gezeigt hat, daß sich in Deutschland eine Art Unterschicht bildet, die keinen Anschluß zum allgemeinen kulturellen, technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt hat. Es sind Menschen, dessen Erwerbsbiographie brüchig ist, dessen Sprachfähigkeiten mangelhaft sind, die sich kaum in die deutsche Arbeitswelt integrieren können. Diese Menschen sind kaum empfänglich für die Reichtümer deutscher Kultur und Geschichte, sie verfolgen nur sehr diffus die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und haben schlichtweg nicht die kulturelle Substanz, um aufzusteigen. Sie sind sozusagen von der allgemeinen Entwicklung des Landes abgekoppelt.

Ein wichtiger Teil, wenn nicht alle, der Jugendlichen, die eine deutliche Neigung zur Gewalt haben, kommt aus dieser Unterschicht.

Aufgrund der mangelnden kulturellen Integration und Identifikation sind diese Jugendlichen kaum in der Lage, das christlich-abendländische Wertesystem zu verinnerlichen. Und dieses System würde sie davor schützen, gewalttätig bis zu Schwerst-Kriminalität zu werden.

Dennoch muß hier festgestellt werden, daß die Zugehörigkeit zum Prekariat nur ein zusätzliches Hindernis für die Verinnerlichung der Werte des christlichen Abendlandes ist. Denn seit Jahrzehnten, allerspätestens seit der sog. 68er Revolution, wird das Wertesystem, das in Deutschland geherrscht hat, zerstört.

Was wurde in Deutschland seit 1968 alles eingeführt: Abtreibung, schamzerstörende Schulsexualerziehung, Erotik und Pornographie in allen Medien, Homo-Ehe, Rechte für Prostituierte, Fixerstuben für Drogenabhängige usw. Gleichzeitig wurden Tugenden wie Fleiß, Disziplin, Pünktlichkeit diffamiert und lächerlich gemacht.

Unter diesen Umständen kann man sich eigentlich nicht wundern, daß immer mehr Jugendliche moralisch verwahrlosen und desorientiert werden. Dann ist die Gewaltversuchung nicht mehr weit. Denn Gewalt gibt gerade Jugendlichen, dessen Selbstbewußtsein aufgrund der moralischen Desorientierung und der sozialen Abgrenzung am Boden liegt, ein Gefühl von Macht und von Selbstverwirklichung.

Das Phänomen Jugendgewalt ist lediglich ein Aspekt des allgemeinen Werteverfalls, den wir in unserer Gesellschaft und im Abendland erleben. Wenn man das Problem der Jugendgewalt an der Wurzel anpacken möchte, muß der allgemeine Werteverfall aufgehalten werden und dies kann nur durch eine moralische Wende in Deutschland gelingen.

Die Politik könnte leicht Maßnahmen in diesem Sinne treffen. Einige Beispiele:

* Es ist absolut notwendig, die Medien in die Schranken zu verweisen, damit sie nicht systematisch die Moral der Kinder und der Jugendlichen ruinieren. Der Jugendmedienschutz muß energischer und umfassender angewendet werden.

* Man muß Gesetze der Schröder-Regierung abschaffen, die sich gegen Moral und Familie wenden, wie beispielsweise die Anerkennung der Prostitution als normalen Beruf.

* Der Stellenwert der Mutter und der traditionellen Familie muß in der Öffentlichkeit von der Politik gehoben werden, um damit stärker Deutschlands christliche Werte und Wurzeln zu betonen.

* Das Recht auf Leben der Ungeborenen muß geachtet und beschützt werden.

 
 
 
Stoppt endlich Bravo!

Bundesweite Protestaktion von
"Kinder in Gefahr" gegen die sog. Jugendzeitschrift Bravo.

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