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Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) will komplette Gleichheit zwischen der normalen Ehe und den homosexuellen Partnerschaften
 

In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 22. September anläßlich des diesjährigen Juristentages in Erfurt hat sich die Bundesministerin für die komplette Angleichung der Homo-Ehe mit der normalen Ehe, also auch für ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare, ausgesprochen.

Obwohl die SPD in der Rot-Grünen Koalition die Einführung der „eingetragenen Partnerschaft“ für Homosexuelle unterstützt hat, war sie zumindest theoretisch gegen eine komplette Angleichung. Wenige SPD-Politiker haben sich zu diesem unpopulären Thema geäußert.

Die Stellungnahme von Zypries gewinnt durch den beginnenden Wahlkampf für die nächste Bundestagswahl an Bedeutung.

Sie sei allerdings eine „erklärte Gegnerin der weiteren Verrechtlichung von nichtehelichen heterosexuellen Lebenspartnerschaften“. Diesen Paaren stehe es „frei zu heiraten“, sagte die Ministerin. Wer die damit verbundenen rechtlichen Konsequenzen nicht wolle, könne einen notariellen Vertrag schließen.

Dies ist insofern von Bedeutung, als noch vor zehn Jahren die SPD zusammen mit den Grünen vorhatten, mehrere Pseudo-Ehen einzuführen. Schließlich blieb es bei der Homo-Ehe.

Die Aktion Kinder in Gefahr hat sich vor kurzem in einer öffentlichen Initiative gegen das Adoptionsrecht für Homosexuelle und für die Abschaffung der Homo-Ehe ausgesprochen.

hat sich für eine vollständige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften ausgeprochen. Das sagte sie in einem Interview mit der „F.A.Z.“.

„Wenn wir eingetragenen Lebenspartnern Pflichten wie in einer Ehe auferlegen, sei es beim Unterhalt oder der Versorgung, dann sollten sie auch die korrespondierenden Rechte wie steuerliche Vorteile haben.“, so die Ministerin.

 
 
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