update: 29-Aug-2013 11:05
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Kleinohrhasen: Erneutes Versagen der Freiwilligen Selbstkontrolle
 

Im Trailer des Filmes Kleinohrhasen kommen sehr viele Kinder vor. Und auch der Name und die Altersfreigabe für Kinder ab sechs Jahren lassen vermuten, daß es sich um einen Kinderfilm handelt. Dementsprechend groß ist die Wut vieler Eltern, wenn sie im Kinosaal feststellen, daß es (mal wieder) um Geschlechtsverkehr geht. Der Film beinhaltet sogar lange Diskussionen über Perversitäten. Dazu kommen allerhand vulgäre Schimpfwörter und erotische Anspielungen.

Trotzdem hat die „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“ den Streifen für Kinder freigegeben, was schlichtweg ein Skandal ist. Empörte Eltern rufen dort an oder schreiben Protestbriefe.

Es ist nicht das erste Mal, daß ein Film völlig falsch bewertet wird. Eklatante Beispiele waren die Fernsehserie Popetown und der blasphemische Kinofilm „Dogma“. Die Erstaufführung von Dogma wurde außerdem noch auf einen Gründonnerstag festgelegt, ein zusätzlicher Skandal, denn Filme, auch wenn sie nicht direkt blasphemisch sind, dürfen nicht für sog. stille Feiertage freigegeben werden, wenn sie den Geist dieses Tages widersprechen. Dazu zählt auch der Gründonnerstag.

Das grundsätzliche Problem der Freiwilligen Selbstkontrollen ist, daß sie kaum nach objektiven Kriterien die Filme prüfen und bewerten. Die Altersfreigaben sollen lediglich verhindern, daß bestimmte Altersgruppen nicht desorientiert werden. Diese Richtlinie ist aber viel zu ungenau und kann kaum an objektiven Kriterien festgemacht werden. Deshalb richten sich die Meinungen des Prüfungsgremiums letztendlich nach dem gerade herrschenden Zeitgeist. Im Falle von Kleinohrhasen kommt wahrscheinlich hinzu, daß kaum auf die Sprache geachtet wurde und die Abwesenheit von Sexszenen entscheidend war.

Das ist aber zu wenig. Bei der Prüfung und Einstufung von Filmen müssen handfeste moralische Kriterien Eingang finden. Es muß definiert werden, ob ein Inhalt moralisch verwerflich ist und er deshalb nicht von Kindern gesehen werden soll. Die Prüfungsgremien müssen auch einen pädagogischen Auftrag erhalten, auf den sich die Eltern verlassen können.
 
 
Stoppt endlich Bravo!

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